Während Roman ganz bequem mit dem Flugzeug in ein paar Stunden nach Istanbul flog, hatten Helga, Klaus und ich ein wahres Abenteuer vor uns - Abfahrt mit dem Zug in Bukarest um 12:24, fahrplanmäßige Ankunft um 7:50. Aber daraus wurde natürlich nichts. Schon von der Hinfahrt in den Banat und Weiterfahrt nach Bukarest waren wir es gewohnt, daß die Züge Verspätung haben, aber diesmal schafften sie einen Rekord - 4 Stunden, so daß wir erst kurz nach 12 ankamen und beinahe 24 Stunden unterwegs waren
Am Anfang war es noch gut - manchmal 15min Verspätung, dann wieder aufgeholt auf nur 5 min. Wir wandelten die Sitze in Betten um und machten uns um 8 Uhr auf ins Bett, damit wir genug Schlaf bekommen. Die erste Grenzkontrolle (auf bulgarischer Seite) war von 10 bis 11 vorgesehen, die 2. (auf türkischer Seite) von 1 bis 3. Die bulgarische Grenzstation erreichten wir fast pünktlich, aber da ging es nicht mehr weiter. Ich weiß nicht genau, was der Grund war.
Es wurde ein Zugteil, der aus Belgrad kam angekoppelt. Vielleicht war der so arg verspätet. Oder vielleicht war die Lok kaputt und sie mußten erst eine neue holen. Ich sah nämlich eine Lok am Nachbargleis vorbeifahren, kurz danach gab es einen Ruck (Ankoppeln) und es ging endlich weiter.
Der Grenzübertritt in der Türkei verlief ohne Probleme - Visumspickerl holen, zum anderen Schalter, Visum wird abgestempelt und Paß kontrolliert. Dann zurück in den Zug. Grenzbeamte gehen durch und kontrollieren nochmal die Pässe, ob eh jeder Pickerl und Stempel hat.
Als wir nach der Grenze losfuhren, hatten wir 3 1/2 h Verspätung. Wir haben bis zum Ende also nochmal 1/2h h verloren. Das Frühstück fiel kärglich aus, da wir nicht damit gerechnet hatten, daß wir uns auch noch fürs Frühstück im Zug verpfelgen mußten. So hatten wir nur noch die Reste des Abendessens - eine Scheibe Brot, ein Stückchen Käse, 1 Becher Joghurt, 2 Äpfel, 1 Orange und 1 getrocknete Feige für uns 3.
Schlußendlich fuhren wir endlich in Istanbul Sirkeci ein und hatten ein freudiges Wiedersehen.
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